Warum denn nicht nach Pakistan?

Viele Jahre nahm die orientalische Kultur in unserer Familie einen großen Raum ein. Zunächst war es eine reine Auftragsarbeit, bei einem Verlag einer Kulturzeitschrift rund um den Orient mitzuwirken. Doch dann wurde daraus eine große Leidenschaft und wir übernahmen fast 20 Jahre die komplette Herausgabe dieser Zeitschrift. Zu Hause kochten wir orientalisch, umgaben uns mit orientalischen Gegenständen. Kunst, Musik und Tanz aus Ägypten, Marokko, der Türkei und Indien waren allgegenwärtig.Doch nach zwei Jahrzehnten unserer journalistischen Arbeit hatten es Zeitschriften immer schwerer. Zudem änderte sich in der westlichen Welt die aufgeschlossene Haltung dieser Kultur gegenüber. Unreflektierte Ängste und Vorbehalte gewannen nicht zuletzt wegen terroristischer Ereignisse die Oberhand. Das Magazin wurde – nicht nur aus diesem Grund – eingestellt.

Doch meine Faszination für den Orient ging nie ganz verloren.Über Facebook und Youtube gab es eine Fülle an Möglichkeiten für interessante Kontakte und Informationen aus erster Hand. So entstand die Idee, ein weiteres, fast unbekanntes Reiseland – Pakistan – kennen zu lernen. Eine Idee, wie ein Paukenschlag.

Im öffentlichen Bewusstsein wird oft gar nicht wahr genommen, dass Pakistan bis 1947 zu Indien gehörte. Die Briten machten im Zuge des Zweiten Weltkrieges Zugeständnisse an die Britisch-Indien-Kolonie (heute Indien, Pakistan, Bangladesch, Myanmar) zur Aufspaltung in muslimisch bzw. hinduistisch geprägte Staaten. Dafür sollten 2,5 Mio. Soldaten aus diesen Regionen (Britisch-Indische Armee) die Alliierten bei Kämpfen auch in Deutschland unterstützen. 

Kamel im Islamabader Zoo
Zoo Islamabad Foto: Claudia G.

 

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